Montag, 23. Februar 2009

neue Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie

In Hannover gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie.

www.agpolpsy.de


Zum Selbstverständnis:

Die „Arbeitsgemeinschaft Politische Psychologie” ist ein Zusammenschluss von SozialwissenschaftlerInnen an der Leibniz Universität Hannover. Anknüpfungspunkte sind die Traditionslinien sowie neuere Ansätze der Politischen Psychologie im Fach Sozialpsychologie in Hannover, die unter aktuellen theoretischen und methodischen Prämissen weiterentwickelt und in neue Arbeitsfelder eingebracht werden. Das Spezifikum bestand und besteht dabei in der Integration der Psychoanalyse als kritischer Subjekttheorie in die Analyse von Politik, Geschichte und Gesellschaft, um so die bewussten und unbewussten Anteile der (kollektiven) Verarbeitungsprozesse von individuellen und gesellschaftlichen Erfahrungen zu erkennen. Die subjektiven Bedingungen der Beteiligung von Einzelnen und Gruppen an der Herstellung, der Aufrechterhaltung und der Veränderung politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse sind ohne eine kritische Subjekttheorie ebenso wenig begreifbar, wie die sozialisationsvermittelten Spuren des Gesellschaftlichen im Subjekt ohne eine kritische Gesellschaftstheorie. Dies zeigt sich insbesondere am thematischen Hauptfokus der AG PolPsy: der sozialpsychologischen Erforschung der Psycho- und Soziogenese von Gewaltdynamiken und ihrer psychosozialen Folgen.


(Quelle: http://www.agpolpsy.de/ueber-uns/)


Aktuelle Veranstaltungen u.a. zu:

• Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft
siehe z.B.: http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2009/02/der-antisemitismusverdacht- gekurzte-fassung2.pdf

• NS-Taten und neuere Täterforschung

Aktuelle Schwerpunkte, die durch weitere Forschungsaktivitäten, Tagungen und Publikationstätigkeiten ausgebaut werden sollen:

• Nationalsozialismus und Gefühlserbschaft: Probleme der Politischen Psychologie des Nationalsozialismus und seiner Folgewirkungen, unter besonderer Berücksichtigung von täterInnenpsychologischen und geschlechtertheoretischen Fragen sowie der intergenerationellen Dynamiken nach 1945.

• Gewalt und Trauma: Endogene und exogene Bedingungen, Voraussetzungen und Mechanismen von kollektiven Gewaltverhältnissen, ihren psychosozialen Dynamiken und Folgewirkungen sowie die kritische Reflexion des Traumabegriffs.

• Antisemitismus und Rechtsextremismus: Die kognitiven, affektiven und wahrnehmungspsychologischen Dimensionen von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Nationalismus und Vorurteilen in ihrem Bezug zur gesellschaftlichen Normalität.

• Adoleszenz und Migration: Tiefenhermeneutische und geschlechtertheoretische Zugänge zu den Ursprüngen, Mechanismen und Folgen der Ethnisierung sozialer Konflikte am Beispiel der spezifischen Integrations- und Ausgrenzungserfahrungen männlicher Jugendlicher mit Migrationshintergrund.

www.agpolpsy.de
Kommentar veröffentlichen