Mittwoch, 1. April 2009

Lesung und Filmpräsentation "Die Kinder von Etzelsdorf" mit anschließender Diskussion

In ihrem Film "Die Kinder von Etzelsdorf" dokumentiert die Filmemacherin Carola Mair die Situation vieler ostslawischer Zwangsarbeiterinnen und deren Kinder während der NS-Zeit im Gau Oberdonau. Spätestens nach der Niederlage in Stalingrad verlangten die Nationalsozialisten von den Ostarbeiterinnen eine Steigerung der Produktivität. Weil Schwangerschaften die Einsatzfähigkeit der Frauen einschränkten, wurden zunehmend Abtreibungen bis ins 7. Monat durchgeführt. Neugeborene wurden den Müttern weggenommen und in "fremdvölkischen Säuglingsheimen" untergebracht, in denen grauenvolle Zustände herrschten.

Sowohl im Lindenhof als auch im Schloss Etzelsdorf gab es gegen Kriegsende ein Heim für Kinder von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen, die von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt eingerichtet worden war. Alleine in Etzelsdorf verstarben aufgrund mangelhafter Pflege und Ernährung 13 der 80 Säuglinge und wurden namenlos am Friedhof in Pichl bei Wels begraben.

Programmablauf

- Lesung aus dem Tagebuch von Mitzi Hofinger, Küchengehilfin in Schloss Etzelsdorf gegen Kriegsende

- Filmpräsentation: 30 Min. "Die Kinder von Etzelsdorf"

- Diskussion mit der Filmemacherin Carola Mair, der Zeitzeugin Katharina Brandstetter und dem Theologen Mag. Martin Kranzl-Greinecker

Wann: 22. April 2009 um 19 Uhr
Wo: Im Besucherzentrum der KZ-Gedenstätte Mauthausen,
Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen
Anmeldung: Tel.: 01/53126/3852
E-mail: bmi-iv-7@bmi.gv.at oder
online: www.mauthausen-memorial.at

Busshuttles:
Wien (Ballhausplatz) - Mauthausen - Wien,
Abfahrt um 15.45 Uhr
Linz (Hbf.) - Mauthausen - Linz
Abfahrt um 17.45 Uhr
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