Dienstag, 7. Dezember 2010

Vortraege: Überwachung und Selbst-Überwachung & Postkolonialer Kapitalismus: Wissen und Arbeit. http://www.depot.or.at



Montag, 13. Dezember, 19.00
Überwachung und Selbst-Überwachung
Vortrag

Überwachung hat viele Spielarten: panoptisch: Wenige beobachten Viele,  
synoptisch: Viele beobachten Wenige, polyoptisch: Viele beobachten  
Viele, post-optisch im Internet. Diese Formen justieren auf je eigene  
Weise das Verhältnis zwischen den Dimensionen Privatheit und  
Öffentlichkeit und suchen eine Form der Selbstregierung zu etablieren,  
bei der die Herstellung sozialer Ordnung autonom und aus eigenen  
Interessen heraus erfolgt. Dazu zählt nicht zuletzt, im Rahmen einer  
Ökonomie der Aufmerksamkeit Transparenz her- und darzustellen.

Aldo Legnaro, Sozialwissenschaftler, Köln

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe Culture of Control



Freitag, 17. Dezember, 19.00
Postkolonialer Kapitalismus: Wissen und Arbeit
Vortrag

Zu Beginn seines Werks Provincializing Europe spricht Dipesh  
Chakrabarty von den Klischees, denen jenes Europa, das er  
provinzialisieren oder dezentrieren will, zutiefst verhaftet bleibt.  
Dazu zählt die homogene Vorstellung von Arbeit als ?Lohnarbeit? und  
die politische und epistemische Rolle, die dieser nach wie vor  
zukommt. Die Heterogenität von Arbeitsverhältnissen unter kolonialen  
und postkolonialen Bedingungen bietet heute jedoch einen besseren  
Analyserahmen. Sandro Mezzadra skizziert eine Theorie des  
postkolonialen Kapitalismus in Relation zu Wissensproduktion und  
?globaler Arbeit? entlang der Konfliktlinien und Antagonismen, die  
diesen durchkreuzen.

Sandro Mezzadra, Politikwissenschaftler, Universität Bologna
Moderation: Therese Kaufmann, eipcp

Eine Veranstaltung von eipcp im Rahmen von Creating Worlds
--
Depot
Breite Gasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
Fax: +43 1 522 66 42
Das Depot wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur  
und der Kulturabteilung der Stadt Wien gefördert.


Kommentar veröffentlichen