Mittwoch, 21. September 2011

Tagung: Das Geschäft mit der Angst. Rechtspopulismus, Muslimfeindlichkeit und die extreme Rechte in Europa

Europaweit sind Rechtsaußenparteien auf dem Vormarsch. Besonders in Westeuropa kommt in diesen Kreisen ein kulturreligiös verklausulierter Rassismus zum Vorschein: Mit Kampagnen gegen Moscheebauten, Minarette oder gegen das Kopftuch versuchen sie, Zustimmung zu gewinnen. Dabei stellen sich die unterschiedlichsten Fragen:
Wo sind dabei die Grenzen zwischen sogenannten populistischen und extrem rechten Gruppierungen?
Wo liegen die Übergänge von Vorurteilen zu einem rassistischen Weltbild?
Vollzieht sich eine transnationale propagandistische Neuformierung von Rechtsaußen?
Welche Handlungsanforderungen lassen sich aus diesen Entwicklungen ableiten?

Diese und andere Punkte sollen auf der Tagung "Das Geschäft mit der Angst. Rechtspopulismus, Muslimfeindlichkeit und die extreme Rechte in Europa", die am 14.-15. Oktober 2011 im Forum Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln stattfindet, diskutiert werden.
Veranstalter sind die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf und die Volkshochschule Köln in Kooperation mit dem Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung.
Fragen zu diesem Thema werden nicht nur in Wissenschaft, Politik und Medien kontrovers diskutiert, sondern sind auch in der Praxis der Bildungs-, Antidiskriminierungs- und Sozialarbeit von großer Bedeutung. Auf der Tagung sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede rechtspopulistischer und rassistischer Formationen in Westeuropa analysiert werden. Insbesondere sollen dabei die islamfeindliche Propaganda und ihre Möglichkeiten und Grenzen vor dem Hintergrund eines gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozesses Gegenstand der Diskussion sein. Nicht zuletzt sollen städtische und zivilgesellschaftliche Aktivitäten gegen Rassismus miteinander verglichen und Möglichkeiten gemeinsamer Handlungsstrategien diskutiert werden.

Um eine schriftliche Anmeldung per Post, Fax oder E-Mail wird gebeten
NS-Dokumentationszentrum
Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs)
Appellhofplatz 23 - 25
50667 Köln
Fax: 0221/221-25512
E-Mail: ibs[at]stadt-koeln.de 
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