Sonntag, 29. Januar 2012

#Gefangegendilemma als #Menschheitsformel: Ein Kommentar voll #Anthropologisierungen von Eric #Frey

In diesem Artikel von Eric Frey wird wieder mal schön deutlich, wie der Normalzustand der Gesellschaft als natürlicher verkannt, anstatt als historisch gewachsener und sozial konstruierter erkannt wird. Eric Frey meint mit dem Gefangenendilemma eine "Menschheitsformel" gefunden zu haben, dabei spiegelt sich im grausamen Zwangsarrangement dieses Produktes der Spieltheorie nur die banale kapitalistische Realität, dass jede_r jeder und jedem nur Objekt und Mittel zum Zweck ist, austausch- und opferbar. Dadurch, dass Frey dieses Theorem ahistorisch anwendet, anthropologisiert er es, das heißt, er macht es zu einem Bestandteil des allgemein Menschseins. Unter den gegebenen Bedingungen ist es schlichtweg vernünftig, sich dem Theorem gemäß zu verhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass es in allen Gesellschaften und für alle Zeit so sein muss. Vielmehr offenbart sich in dieser Ontologisierung das Elend der herrschaftspervertierten Welt: Das Schlechte wird zum Guten umgedeutet, denn es sei doch das Beste, das zu haben wäre. Welch ein Irrtum.
http://derstandard.at/1326503981009/Griechenland-Die-Menschheitsformel


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