Freitag, 16. November 2012

Unknown Pressures: Herrschaft, Autorität und das Unbewusste (http://criticalpsychology.wordpress.com #kritischepsychologie #unbewusstes #holzkamp) Gründung AG "unknown pressures" am Klaus Holzkamp-Institut



wir freuen uns sehr, Sie/Euch zur Gründung der Arbeitsgruppe „unknown pressures - Herrschaft, Autorität und das Unbewusste" am Klaus Holzkamp-Institut für Subjektwissenschaft an der Freien Universität einladen zu können. Die Auftaktveranstaltung mit Input, Seminarplanung, Terminplanung findet am 23.11.2012 von 16:00 bis 18:00 Uhr an der Freien Universität statt. Der Ort wird nach Anmeldung per mail bekannt gegeben.

Anmeldung und Kontakt: janek.niggemann[at]yahoo.de

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Arbeitsgruppe „unknown pressures - Herrschaft, Autorität und das Unbewusste"

Warum eine (weitere) Arbeitsgruppe?

Die Idee einer thematischen Arbeitsgruppe entstand im Umfeld der Ferienuni Kritische Psychologie 2012. Sie greift den Wunsch von in der KP Engagierten auf, einen Rahmen für dauerhafte inhaltliche und theoretische Auseinandersetzung zu etablieren. Durch die Reflexion und Entwicklung von kritisch-psychologischen Begriffen und Perspektiven soll die Kontinuität gemeinsamer Lernprozesse gewährleistet werden. Eine solche AG ist glücklicherweise nicht der einzige Ort, an dem so etwas möglich ist. Neben dem Forum Kritische Psychologie, der GSFP, der AG Berufspraxis und dem Kolloquium von Morus Markard ist diese AG ein institutioneller Rahmen, um theoretische Debatten zur Kritischen Psychologie zu organisieren und weiterzuführen. Sie dient der Selbstorganisierung von kritischer, gegenhegemonialer Wissensproduktion im Umfeld der Hochschule. Das neu gegründete Klaus Holzkamp-Institut für Subjektwissenschaft (KHIS) stellt nun einen realen Ort für theoretische und konzeptionelle Auseinandersetzungen in der und um die Kritische Psychologie bereit. Im besten Fall lassen sich dort viele Initiativen zusammenzuführen, die oft vereinzelt oder im nichtöffentlichen Bereich agieren. Die AG soll ein erster Schritt in diese Richtung sein, aber nicht der einzige.

Wie soll die Arbeitsgruppe ausgerichtet sein?

Wir schlagen deshalb vor, eine kritisch-psychologisch fundierte, transdisziplinäre Arbeitsgruppe zu gründen, die sich hauptsächlich theoretischen Beiträgen widmet. Mit der AG Berufspraxis, Prosd usw. existieren bereits eine Reihe unverzichtbarer Projekte, die regelmäßig und hauptsächlich zu Praxisreflexion arbeiten. Die Ag „unknown pressures" unterscheidet sich lediglich dadurch, den Schwerpunkt auf die theoretischen Grundlagen zu legen. Wir werden uns der Reichweite der Begriffe, ihrer Kritik und Weiterentwicklung auf konzeptioneller Ebene widmen. Die Fragen aber kommen nicht aus der Theorie selbst, sondern aus den vielen Widersprüchen der Praxis.

Welche Felder und Themenbereiche sollen bearbeitet werden?

Die Verbindungen von Herrschaft, Macht und Autorität sollen theoretisch erarbeitet werden. Es geht um die Aktualisierung und Reinterpretation von psychologischen, pädagogischen und soziologischen Kategorien und Konzepten in kritisch-psychologischer Perspektive. Schwerpunkte sind
  • subjektive Funktionalitäten (warum und wie richten sich Menschen in Herrschafts- und Machtverhältnissen ein?)
  • das Verhältnis von Struktur und Handlungen als Praxisverhältnis
  • die Frage nach einer kritisch-psychologischen Konzeption des Unbewussten.

Die dazugehörigen Kategorien / Begriffe sind unter anderem Emotionalität, Motivation, Angst, Disziplin, Gehorsam, Unterwerfung. Zudem wollen wir Anknüpfungspunkte mit anderen theoretischen Ansätzen diskutieren. Als Beispiel: die Habitus- und Feldtheorie Pierre Bourdieus wirft das Problem der „Somatisierung von Herrschaft" auf und fordert dazu heraus, über ein kritisch-psychologisches Verständnis von Körper und Gewohnheit wie auch das Verhältnis zwischen bewussten und unbewussten Strategien der Selbstbezugnahme zu sprechen. Zu Beginn der AG werden wir gemeinsam diskutieren und entscheiden, mit welchen Ansätzen wir uns beschäftigen. Dazu wird es einen kurzen inhaltlichen Vorschlag geben, weitere Ideen sind ausdrücklich gewünscht!

Arbeitsweise:

Wir treffen uns in monatlichen, vierstündigen Sitzungen. In jeder Sitzung soll es ein oder zwei Inputs zu Texten geben, die in Vorbereitung gelesen und anschließend gemeinsam diskutiert werden. Zusätzlich richten wir ein gemeinsames Board (groupware) ein, auf dem Texte gesammelt werden und thematisch diskutiert werden kann. Ein Halbjahresplan wird anhand eines inhaltlichen Vorschlags in der ersten Sitzung erarbeitet. Die Ergebnisse der AG werden im Idealfall regelmäßig zusammengefasst und Interessierten zugänglich gemacht. Die AG dient einerseits der theoretischen Selbstverständigung, sie arbeitet aber auch auf die Verbreitung und Entwicklung kritisch-psychologischer Debatten hin. Das bedeutet, diese zu organisieren und inhaltlich zu füllen.

Das Seminar wird an der FU Berlin stattfinden. Der Raum wird nach Anmeldung per mail bekanntgegeben.

Termine:

AG-Treffen (immer von 12:00 bis 16:00 Uhr):

  1. 07.12.2012
  2. 04.01.2013 [nicht an der FU, Ort wird im Seminar bekannt gegeben]
  3. 01.03.2013
  4. 05.04.2013
  5. Blocktermin am 19. und 20.04.2013 (Semesterabschlusseminar)
Bitte an Interessierte weiterleiten!
Kommentar veröffentlichen