Freitag, 8. März 2013

NEUROKULTUREN UND GESCHLECHT (http://critpsych.blogspot.com #neurosexismus #gender) Fragliche Unterschiede und ihre Bedeutung in der Leistungsgesellschaft, Vortrag von Sigrid Schmitz

Thursday, March 14, 6:00pm

Monatsvortrag

NEUROKULTUREN UND GESCHLECHT

Fragliche Unterschiede und ihre Bedeutung in der Leistungsgesellschaft

Sigrid Schmitz

Professorin für Gender Studies, Universität Wien

http://www.iwm.at/index.php?option=com_events&task=view_detail&agid=353&year=2013&month=03&day=14&Itemid=0


Geschlechterunterschiede im Gehirn sind keineswegs so eindeutig, wie es populärwissenschaftliche Verbreitungen über einparkende Männer und Schuhe kaufende Frauen suggerieren. Analysen der neurowissenschaftlichen Genderforschung zeigen, dass unser Gehirn durch kulturelle und soziale Einflüsse lebenslang geformt wird und Differenzen zwischen Frauen und zwischen Männern häufig die Geschlechtergrenze überschreiten. Gleichzeitig wird das plastische Gehirn in der Leistungsgesellschaft zur Erfolgsressource, optimierbar und zu optimieren durch vielfältigste Selbst- und Fremdtechnologien, die tief in den Körper eingreifen. In ihrem Vortrag fragt Sigrid Schmitz nach den emanzipatorischen Potentialen, aber auch nach neuen Geschlechternormierungen in aktuellen Neurokulturen, wie beispielsweise der Neuropädagogik, den Social Neurosciences oder der Neuroökonomie.

Sigrid Schmitz ist seit 2010 Professorin für Gender Studies an der Universität Wien. Schmitz ist Biologin und Wissenschaftsforscherin der Natur- und Technikwissenschaften. Von 2002 bis 2009 lehrte und forschte sie als Hochschuldozentin zur „Mediatisierung der Naturwissenschaften und Genderforschung" an der Universität Freiburg und war ebenda Leiterin des Kompetenzforums „Genderforschung in Informatik und Naturwissenschaft". Schmitz hatte mehrere Gastprofessuren inne: an der Universität Graz (2003), an der Humboldt-Universität zu Berlin (2008) und an der Universität Oldenburg (2009/10). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Visualisierungstechnologien an der Schnittstelle von Naturwissenschaft und Informatik, Neurotechnologien, Gender und Hirnforschung, Gender und E-Learning, Theorien und Anwendungen des `Embodying`, transdisziplinäre Genderforschung und feministische Epistemologien.

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