Montag, 10. November 2014

#CfP "#Elternschaft als relationale Praxis" #JournalfuerPsychologie


Call for Papers "Elternschaft als relationale Praxis"
(hrsg. von Anna Sieben / Guenter Mey) – Ausgabe 1/2016

Mit dem Slogan "Elternschaft als Option" wird darauf aufmerksam gemacht, dass sich heute viele Menschen nicht nur bewusst für oder gegen Kinder entscheiden koennen, sondern unzaehlige Entscheidungen treffen (muessen): vom Einsatz praenataler Diagnoseverfahren, der Wahl des Geburtsortes, ueber die "richtige" Art der Kinderbetreuung bis hin zum Wohnort oder Ausmaß des Medienkonsums u.v.m. 
Dabei erscheint Wahlfreiheit als zwiespaeltige Angelegenheit. Sie bietet Selbstbestimmung und fordert Festlegung und Positionierung. Entscheidungen positionieren Eltern und ihre Kinder in Milieu, Klasse, Kultur und Generation. Zweitens entscheiden Eltern für jemand anderes - ihr Kind - und mit Blick auf eine ungewisse Zukunft, fuer die sie sich verantwortlich fuehlen. Drittens sind viele Eltern nicht alleine sondern zu zweit und in hohem Maße voneinander abhaengig.
Mit dem Konzept der relationalen Praxis möchten wir in diesem Themenheft die vielfältigen Bezuege von Elternschaft im Spannungsfeld von (geforderter) Verantwortungsuebernahme und (reflektierem) Handeln einerseits sowie Interdependenz und Ausgesetzt-Sein andererseits in den Fokus ruecken. Wir laden theoretische und (qualitativ-) empirische Beitraege ein, die dem Handeln und Erleben von Eltern aus psychologischer und sozialwissenschaftlicher Perspektive nachgehen. Folgende Themen sind von besonderem Interesse:
** Diskurse zu Elternschaft, beispielsweise in Elternratgebern oder Zeitschriften
** Erlebte Dilemmata und Paradoxien der Elternschaft
** Prozesse der Entscheidung für oder gegen Elternschaft, bzw. für bestimmte Formen der Elternschaft inkl. alternative Lebensformen von Elternschaft
** Relevanz psychologischer Theorien für Handlungspraktiken und Selbstverstaendnisse von Eltern (beispielsweise behavioristische Lerntheorien, das Freud'sche Phasenmodell der sexuellen Entwicklung oder die Bindungstheorie von Bowlby)

Falls Sie sich mit einem Beitrag an diesem Schwerpunktheft beteiligen wollen, senden Sie bitte zu unserer Orientierung bis 15.1.2015 ein Abstract (max. 1 Seite/3000 Zeichen) an:

anna.sieben
​[at]​
rub.de
und guenter.mey
​[at]​
hs-magbeburg.de


Sie erhalten zu Ihrem Abstract zeitnah ein Feedback. Die Endfassung Ihres Manuskripts sollte daraufhin bis 1.9.2015 vorliegen (Zusendung an die HerausgeberInnen oder Upload auf der Homepage der Zeitschrift). Um die Einhaltung unserer Manuskriptrichtlinien wird ausdruecklich gebeten (http://www.journal-fuerpsychologie.de/index.php/jfp/about/submissions#authorGuidelines ).
Anschliessend an die Einreichung Ihres Beitrages startet das Begutachtungsverfahren (peer review), das Ergebnis wird Ihnen spaetestens bis Februar 2016 mitgeteilt, Revisionen sind dann bis Maerz 2016 vorzunehmen.

Das Heft wird in der ersten Jahreshaelfte 2016 online im Open Access erscheinen.

Auch Beiträge jenseits des Themenschwerpunkts sind immer willkommen. Diese reichen Sie bitte direkt über das Portal auf unserer Website www.journal-fuer-psychologie.de ein.



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