Donnerstag, 21. Januar 2016

Kurswechsel 4/2015:# Klasse – #Klassismus – #Klassenkampf / Debattenforum zu Pri­va­ti­sie­rungs­ent­wick­lun­gen in der #Flüchtlingsbetreuung

Kurzbeschreibung des Heftes:

bell hooks trat im Jahr 2000 mit „where we stand: class mat­ters“ für das
Zusam­men­den­ken von Ras­sis­men und Sexis­men mit der Klas­sen­frage
ein. Ihr Anlie­gen blieb nicht unbe­merkt: Das Kon­zept „Klasse“ erlebt
ein Come­back. Anläss­lich der Kon­junk­tu­ren der Klas­sen­dis­kus­sion
legen wir den Fokus auf Klas­sis­mus und grei­fen die aktu­el­len
Debat­ten rund um die Klas­sen­frage auf.

Editorial online unter:


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Zum Inhalt:

Hans-Günter Thien: Klas­sen in der aktu­el­len Diskussion. Einige
Über­le­gun­gen

María do Mar Cas­tro Varela: „Klas­sena­part­heid“. Klas­sen­herr­schaft
post­ko­lo­nial perspektiviert

Andreas Kem­per: „Klas­sis­mus!“ heißt Angriff. Warum wir von Klas­sis­mus
spre­chen soll­ten – und warum dies bis­her nicht geschah

Mar­tin Birkner: Aus­beu­tung oder Respektlosigkeit? Eine
pos­tope­rais­ti­sche Kri­tik am Klassismus-Diskurs

Tanja Abou: Pro­lo­les­ben und Arbeiter*innentöchter. Inter­ven­tio­nen in
den femi­nis­ti­schen Main­stream der 1980er und 1990er Jahre

Irm­traud Voglmayr: Ver­ge­schlecht­lichte Klassen. Mediale
Reprä­sen­ta­tio­nen pre­kä­rer „Teenager-Mütter“

Ste­fan Wellgraf: Ein Ort der Verachtung. Die Haupt­schule als
insti­tu­tio­na­li­sierte Form von Klassismus

Mar­kus Gries­ser, Bir­git Sauer: Zwi­schen Kon­junk­tur­puf­fer und
Tauschobjekt. Klas­sen­kom­pro­misse, Gewerk­schaf­ten und Migra­tion im
Öster­reich der Zwei­ten Republik

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Aktu­elle Debatte: Pri­va­ti­sie­rungs­ent­wick­lun­gen in der
Flüchtlingsbetreuung

Wie sich die öffentliche Hand selbst aus der Verantwortung nimmt – und wie
sich die vermehrte Privatisierung der Flüchtlingsbetreuung auswirkt: Das
sind Fragen, die in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Kurswechsel“
aufschlussreich diskutiert werden. Die hier versammelten Beiträge geben
zudem Hintergrundinfos zu Themen wie: Warum übernehmen zunehmend auf
Gewinn ausgerichtete Unternehmen öffentliche Aufgaben vom Staat in einer
Vielzahl von Bereichen? Ist dies verfassungsrechtlich überhaupt erlaubt?
Welche längerfristigen Auswirkungen hat diese schleichende Privatisierung
und Ökonomisierung des Staates? Welche Folgen hat konkret die Vergabe der
Flüchtlingsbetreuung an Firmen wie ORS in Traiskirchen, die primär der
Profitorientierung verpflichtet sind?

Christa Schla­ger, Cor­ne­lia Staritz: Edi­to­rial

Ronald Früh­wirth, Kon­rad Lachmayer: Pri­va­ti­sie­rung der
Flüchtlingsbetreuung. Zwi­schen unter­neh­me­ri­scher
Gewinn­ma­xi­mie­rung und Zivilgesellschaft

Mar­tin Schenk: Trais­kir­chen: „Wir sind nur Dienstleister“.
Kom­mer­zia­li­sie­rung und Zäh­mung von Flücht­lings– und Sozialarbeit

Ilker Ataç: Frei­wil­li­gen­ar­beit als Not­na­gel oder Neu­for­mie­rung
von Zivilgesellschaft?
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