Donnerstag, 20. Mai 2010

ehrenamtliche Mitarbeit Subjektorientierte Drogenhilfe e.V.

Ausschreibung des Vereins SubjektorientierteDrogenhilfe e.V.

S.D. Hochstraße 24, 13357 Berlin

ehrenamtliche Mitarbeiter_innen für das Projekt:
„Jugendarbeit und Subjektorientierte Drogenhilfe"

Der Verein hat sich zum Zwecke der öffentlichen Gesundheitspflege, der Förderung der Jugendhilfe und der Förderung der Wissenschaft und Forschung 2009 gegründet. Das Team besteht zurzeit aus zehn Mitarbeiter_innen aus verschiedenen Berufsfeldern.
Schwerpunkt der Arbeit ist derzeit die Schaffung unentgeltlicher, offener Beratungs- und Begegnungsräume für Menschen, insbesondere für Jugendliche, die ihren Umgang mit Drogen und nicht stoffgebundenen Gratifikationen als problematisch einschätzen und eine Veränderung anstreben.
Derzeit bietet der Verein zwei unentgeltlich angeleitete Selbsthilfegruppen an, die auf Grundlage der Kritischen Psychologie die Stärkung und Weiterentwicklung der persönlichen Ressourcen der Teilnehmenden fördern sollen. Es gilt mit den TeilnehmerInnen in einem „subjektwissenschafltichen Begründungsdiskurs" den Zusammenhang von Handlungsgründen und Prämissen zu rekonstruieren mit der Absicht, eventuelle Widersprüche, Handlungsein- und beschränkungen bewusst zu machen und danach zu fragen, wie diese überwunden werden könnten. Es geht folglich darum, jene Voraussetzungen zu schaffen, durch welche die TeilnehmerInnen ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und zur Geltung befördern können um somit ihre Handlungsfähigkeit stetig zu erweitern.
Für das Projekt „Jugendarbeit und Subjektorientierte Drogenhilfe" (JuSD) suchen wir ehrenamtliche Mitarbeiter_innen. Das Angebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene in Neukölln, die ihren
Drogenkonsum verändern wollen. In Kooperation mit „Mobile Jugendarbeit-Projekt Outreach (Verband für sozialkulturelle Arbeit)" bietet das Projekt für Betroffene die Möglichkeit, einmal wöchentlich für 2 Stunden an einer allgemeinen und/oder auf die Einzelperson bezogene Beratung teilzunehmen. Des Weiteren werden Präventionsveranstaltungen zu den Themen Substanzkunde, „Safer Use", Überdosierung und Notfallhilfe angeboten.
Das Projekt existiert seit Sommer 2009 und wird gemeinschaftlich von 2 Mitarbeiter_innen umgesetzt. Da sich das Aufgabenfeld erweiterte und einige Lohnarbeit leisten müssen, braucht das Team dringend Verstärkung. Erfahrungen im Umgang mit Jugendlichen und Kenntnisse über die verschiedenen Substanzen sowie des Berliner Drogenhilfesystems wären wünschenswert. Wichtiger sind jedoch:
•eine kritische Perspektive auf vorhandene Sucht- und Abhängigkeitstheorien
•aktive und passive Kritikfähigkeit
•ein guter Zugang zu Jugendlichen
•mit dem Team und den Betroffenen gemeinsam die vorhandenen Beschränkungen von Marginalisierten erkennen und verändern zu wollen
•eine politisch-emanzipatorische Haltung, die grundsätzliche Veränderungen des Bestehenden anstrebt.

Dem Team ist es gelungen über Förderungen bis Juli 2010 ein kleines Honorar zu erhalten, welches unter den Mitarbeiter_innen solidarisch aufgeteilt wird. Des Weiteren laufen Förderanträge, die über den Juli hinaus das Projekt absichern sollen und möglicherweise eine Ausweitung der Aktivitäten erlauben.
Bei Interesse bitte eine Mail an: subjekt.drogenhilfe@googlemail.com
S.D. Hochstraße 24, 13357 Berlin
kontakt[at]prosd.org, prosd.org
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