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Mittwoch, 21. September 2011

Tagung: Das Geschäft mit der Angst. Rechtspopulismus, Muslimfeindlichkeit und die extreme Rechte in Europa

Europaweit sind Rechtsaußenparteien auf dem Vormarsch. Besonders in Westeuropa kommt in diesen Kreisen ein kulturreligiös verklausulierter Rassismus zum Vorschein: Mit Kampagnen gegen Moscheebauten, Minarette oder gegen das Kopftuch versuchen sie, Zustimmung zu gewinnen. Dabei stellen sich die unterschiedlichsten Fragen:
Wo sind dabei die Grenzen zwischen sogenannten populistischen und extrem rechten Gruppierungen?
Wo liegen die Übergänge von Vorurteilen zu einem rassistischen Weltbild?
Vollzieht sich eine transnationale propagandistische Neuformierung von Rechtsaußen?
Welche Handlungsanforderungen lassen sich aus diesen Entwicklungen ableiten?

Diese und andere Punkte sollen auf der Tagung "Das Geschäft mit der Angst. Rechtspopulismus, Muslimfeindlichkeit und die extreme Rechte in Europa", die am 14.-15. Oktober 2011 im Forum Volkshochschule im Rautenstrauch-Joest-Museum Köln stattfindet, diskutiert werden.
Veranstalter sind die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, der Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf und die Volkshochschule Köln in Kooperation mit dem Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung.
Fragen zu diesem Thema werden nicht nur in Wissenschaft, Politik und Medien kontrovers diskutiert, sondern sind auch in der Praxis der Bildungs-, Antidiskriminierungs- und Sozialarbeit von großer Bedeutung. Auf der Tagung sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede rechtspopulistischer und rassistischer Formationen in Westeuropa analysiert werden. Insbesondere sollen dabei die islamfeindliche Propaganda und ihre Möglichkeiten und Grenzen vor dem Hintergrund eines gesamtgesellschaftlichen Entwicklungsprozesses Gegenstand der Diskussion sein. Nicht zuletzt sollen städtische und zivilgesellschaftliche Aktivitäten gegen Rassismus miteinander verglichen und Möglichkeiten gemeinsamer Handlungsstrategien diskutiert werden.

Um eine schriftliche Anmeldung per Post, Fax oder E-Mail wird gebeten
NS-Dokumentationszentrum
Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs)
Appellhofplatz 23 - 25
50667 Köln
Fax: 0221/221-25512
E-Mail: ibs[at]stadt-koeln.de 

Dienstag, 21. Juni 2011

17.-20.11.2011 Workshop "Und was hat das mit mir zu tun?" http://critpsych.blogspot.com


Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
Büro trafo.K & Dirk Rupnow
in Kooperation mit Mauthausen Memorial
mit Unterstützung von 
Fondation pour la Mémoire de la Shoah, Paris
»Und was hat das mit mir zu tun?«
Perspektiven der Geschichtsvermittlung zu Nazismus und Holocaust
in der Migrationsgesellschaft
WORKSHOP / WISSENSCHAFTLICHE KONFERENZ
Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog, Wien
17.–20. November 2011
Die Erinnerung an den Nazismus und seine Massenverbrechen, die ein zentraler Bestandteil österreichischen (und europäischen) Geschichtsbewusstseins sowie ein zentrales Handlungsfeld für österreichische (und europäische) Identitäts- und Geschichtspolitik ist, befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandlungsprozess. Erinnerungskulturen verändern sich derzeit nicht nur vor dem Hintergrund des generationellen Wechsels und internationaler Politiken, sondern nicht zuletzt auch auf Grund von Migration: Dies bringt eine Diversifizierung der Perspektiven mit sich und verweist auf unterschiedliche historische Erfahrungen, Erinnerungen und Tradierungen. So fordert der Fokus auf die Realität der postkolonialen, postnazistischen Migrationsgesellschaft Selbstverständnisse und Erinnerungskulturen der Mehrheitsgesellschaft heraus. Doch obwohl die Geschichte von Nazismus, Holocaust und Zweitem Weltkrieg voller transnationaler Bezüge ist, bleiben diese häufig in der klassischen Geschichtsvermittlung in Schulen oder Gedenkstätten unbeachtet. Vor allem im Schulunterricht dominiert immer noch der national formatierte Blick auf die Vergangenheit.
Eine differenzierte Auseinandersetzung mit den spezifischen Perspektiven für Geschichtsvermittlung zum Nazismus, seinen Massenverbrechen und dem Zweiten Weltkrieg in Migrationsgesellschaften stellt ein Desiderat dar. Die Veranstaltung möchte das Thema in seinen europäischen und globalen Kontexten diskutieren und seine unterschiedlichen Dimensionen ausloten. Neben pädagogischen sollen dabei auch spezifisch museologische Implikationen, etwa für die Gedenkstättenarbeit, berücksichtigt werden. Eingeladen werden deutschsprachige und internationale ExpertInnen aus den Gebieten Geschichtsvermittlung, Migrationspädagogik und Museologie bzw. Gedenkstättenarbeit, HistorikerInnen, PolitologInnen und Kultur- und SozialwissenschafterInnen.
Geplant ist eine Mischung aus Workshop und Konferenz, die der Komplexität des Themas und dem dementsprechenden Diskussions- und Gesprächsbedarf Rechnung trägt. Nach einem eröffnenden Abendvortrag sollen in einem Workshop-Segment drei Themenfelder mit den geladenen ExpertInnen diskutiert werden: 1) Marginalisierte Erinnerungen zu Nazismus, Zweitem Weltkrieg und Holocaust; 2) Geschichtsvermittlung in postnazistischen Migrationsgesellschaften; 3) Gedenkstätten als Kontaktzonen. Das darauf folgende Konferenz-Segment widmet sich den drei Themen in drei aufeinander folgenden Panels. Diese beginnen jeweils mit kurzen Keynote Lectures, die von weiteren ExpertInnen kommentiert und dann im Plenum diskutiert werden. Dabei können die Gespräche aus den Workshops einfließen.
Die Anzahl der Workshop-Plätze ist begrenzt. 
Die Anmeldungen werden nach der Reihenfolge ihres Eintreffens berücksichtigt.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung bitte per Email mit kurzer Angabe des eigenen Arbeitsfeldes bzw. spezifischen 
Interesses am Thema an: anmeldung@trafo-k.at.
Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem Forschungs- und Vermittlungsprojekt 
»›Und was hat das mit mir zu tun?‹ Transnationale Geschichtsbilder zur NS-Vergangenheit«, 
das im Rahmen des »Sparkling Science«-Programms des Bundesministeriums für Wissenschaft 
IDEE & KONZEPTION
Büro trafo.K 
[Renate Höllwart – Elke Smodics-Kuscher – Nora Sternfeld, MA – Mag.a Ines Garnitschnig]
Ansprechpartnerin: Renate Höllwart
Münzwardeingasse 3/4a
A – 1060 Wien 
Tel: +43 / 1 / 585 49 79
Priv.-Doz. Mag. Dr. Dirk Rupnow
Institut für Zeitgeschichte
Universität Innsbruck
Innrain 52
A – 6020 Innsbruck
Tel: +43 / 512 / 507–4408
Fax: +43 / 512 / 507–2889
REALISATION
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
Dr. Béla Rásky
Mag. Greta Anderl
Desider-Friedmann-Platz 1/18
A – 1010 Wien
Tel: +43 / 1 / 8901514-0
Fax: +43 / 1 / 2533033-4069

Dienstag, 15. September 2009

The Culture of "Hierarchical Brotherhood." Fascism and the Legacy of the Great War

ANGELO VENTRONE
Vortrag The Culture of "Hierarchical Brotherhood." Fascism and the Legacy of the Great War
28. September 2009, 18 Uhr c. t., IFK (freier Eintritt)
Diskussion zum Thema "First World War Studies in Italy"
29. September 2009, 16 Uhr c. t., IFK (freier Eintritt)

Vortrag und Diskussion in englischer Sprache

Much of the "innovation" attributed to the fascist regime must be backdated to the war period: especially the project to build a differing model for modernity to that which seemed to be establishing itself in the West.
From the end of the 19th century onwards strong criticism of bourgeois modernity had come to typify European cultural debate. The most common accusations in relation to this phenomenon regarded the effects it seemed to provoke: the destruction of all solidarity due to the exaltation of individualism; the spreading sense of individual isolation and social displacement; waning vitality; moral decline and even the physical degeneration of the peoples of Europe.
During the 19th century the United States had represented the supreme model of modern society and therefore the most dangerous one. In Italy, however, in the course of the First World War, the Germans were the ones who came to be perceived as representing an extreme, radical modernity.
The defeat of Germany represented a necessary step in the substitution of quantitative, repetitive, involuntary mechanical modernity, with a form of modernity that was qualitative, creative and conscious. With the defeat and end of the "German threat", Europe's attention turned to focus on "American" civilization again; or rather, on American hell. A hell — however — which was the mirror image of the Soviet inhuman society, the other mortal enemy for fascism.
To sum up, one might say that the dictatorial regime purported to continue the attempt — carried out between the end of the 19th century and the First World War — to bring modern society under control. That is a society of technology and finance, decadence and effeminacy, individualism and atomistic disintegration, which was considered as a threat not only to Italy, but to the West as a whole.


Angelo Ventrone is Professor for Contemporary History at the Università degli Studi di Macerata in Italy.

Publications (among others): Il nemico interno. Immagini, parole e simboli della lotta politica nell´Italia del Novecento, Roma 2005; Piccola storia della Grande Guerra, Roma 2005; La seduzione totalitaria. Guerra, modernità, violenza politica (1914–1918), Roma 2003.

___________________________________________________________

IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften
Reichsratsstraße 17
1010 Wien
Österreich/Austria
Tel.: (+43-1) 504 11 26
Fax: (+43-1) 504 11 32
http://www.ifk.ac.at

Freitag, 19. Juni 2009

Hitler und Wien

Der Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, der Vorstand des Instituts für Zeitgeschichte und der Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts für Historische Sozialwissenschaft(LBIHS)laden zum Gastvortrag von

Hans Mommsen
"Hitler und Wien"

im Rahmen der Vorlesung
"Strukturen der Macht im Nationalsozialismus am Beispiel Wiens"
von Professor Gerhard Botz

ZEIT:    Montag, 22. Juni 2009 um 13:45
ORT:    HS 42 (Stiege VII),
            Universität Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien

Hans Mommsen ist einer der führenden deutschen Zeithistoriker. Er war zuletzt Professor für Neuere Geschichte an der Ruhr-Univiersität Bochum; seit seiner Emeritierung lebt und arbeitet er in Feldafing. Vielfach Inhaber von Gastprofessuren, so in Stanford, Harvard, an der UCB und an der Hebrew Univerity, ist er seit langem auch mit der österreichischen Zeitgeschichte verbunden.

Von seinen zahlreichen Publikationen können hier nur genannt werden: Auschwitz, 17. Juli 1942 – Der Weg zur europäischen „Endlösung der Judenfrage“ (2002), Alternative zu Hitler (2000), Widerstand und politische Kultur in Deutschland und Österreich (1994)

Donnerstag, 4. Juni 2009

Bevölkerungspolitik im Nationalsozialismus

Mittwoch, 10. Juni, 19.00
Vortrag und Diskussion

Die Bevölkerungspolitik des Dritten Reiches war als „rassische Aufwertung des
Volkskörpers“ angelegt. Etwa ein Viertel der ReichsbürgerInnen galt den
NS-Machthabern als „minderwertig“ und sollte sich möglichst nicht fortpflanzen.
Die als „wertvolles Menschenmaterial“ Klassifizierten wurden dagegen durch
Vergünstigungen aber auch durch strenge Ahndung von Verhütung und
Schwangerschaftsabbrüchen dazu angehalten, die germanische Kopfzahl zu erhöhen.
Wie lassen sich Langzeitfolgen dieser Politik analysieren?

Christian Fiala, Arzt, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
Susanne Krejsa, Journalistin, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch

In Kooperation mit Gedenkdienst

Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at

Donnerstag, 30. April 2009

Unter deutscher Besatzung: Geschlechterpolitiken und Rassismus im Zweiten Weltkrieg - Polen, Frankreich, Italien

Ablaufplan, Stand: 22.04.2009
Europäische Sommer-Universität Ravensbrück 2009:

Unter deutscher Besatzung: Geschlechterpolitiken und Rassismus im Zweiten Weltkrieg - Polen, Frankreich, Italien

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
30.08.-04.09.2009

Sonntag, 30.08.2009: 18:00 Uhr
Auftaktveranstaltung in Berlin in der Heinrich-Böll-Stiftung (Schumannstr. 8, 10117 Berlin)
Grußwort der Schirmherrin der Europäischen Sommer-Universität Ravensbrück, der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Johanna Wanka
Grußworte von seiner Exzellenz, dem Botschafter der Republik Polen in der Bundesrepublik, Herrn Dr. Marek Prawda; seiner Exzellenz, dem Botschafter der Republik Frankreich in der Bundesrepublik, Herrn Bernd de Montferrand (angefragt) und seiner Exzellenz, dem Botschafter der italienischen Republik in der Bundesrepublik Deutschland, Herrn Antonio Puri Purini (angefragt)
Grußworte von Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück und
der Kooperationspartner der Europäischen Sommer-Universität Ravensbrück, Frau Dr. Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung sowie von Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors

18:45 Uhr:
Keynote: Prof. Dr. Gesine Schwan, Koordinatorin der Bundesregierung für die grenznahe und zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit mit Polen (angefragt)
Im Anschluss: Moderiertes Gespräch mit: Prof. Dr. Gesine Schwan (angefragt), Prof. Dr. Carola Sachse, Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und PD Dr. Susanne Heim, Institut für Zeitgeschichte München (angefragt)
Empfang
21:30 Uhr: Transfer der Teilnehmenden nach Fürstenberg (Havel)
Montag, 31.08.2009: Die deutsche Besatzungspolitik in Polen
10:00 Uhr: Grußworte: Dr. Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung;
Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors
10:20 Uhr: Begrüßung und Einführung: Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück/SBG
Vorträge
Moderation: Dr. Andrea Genest
11:00 Uhr: Die deutsche Besatzungspolitik in Polen: Prof. Dr. Karol Sauerland,
Universytet Warszawski
11:30 Uhr: Kommentar: Wojciech Lenarczyk, Gedenkstätte Majdanek
11:45 Uhr: Diskussion
12:30 Uhr: Geschlechterpolitik und Alltag im besetzten Polen: Dr. Dobrochna Kałwa, Centrum Innowacji, Transferu Technologii II, Jagiellonen Universität Kraków
13:00 Uhr: Kommentar: Prof. Dr. Elizabeth Harvey, School of History, University of
Nottingham
13:15 Uhr: Diskussion
14:00 Uhr: Mittagessen
15:00 – 17:00 Uhr: Arbeitsgruppen
AG 1: Geschlechterverhältnisse im Besatzungsalltag (Elizabeth Harvey)
AG 2: Rassistische Konzepte und ihre Durchsetzung/Ausgrenzung und Kollaboration
(Wojciech Lenarczyk)
AG 3: Geschlechtsspezifische Deportationspraxen (Dobrochna Kałwa)
AG 4: Besatzung, Kollaboration und Widerstand in der Erinnerungskultur und gegenwärtige
Erinnerungspolitik (Karol Sauerland)
18:00 Uhr: Plenum
19:00 Uhr: Abendessen
20:00 Uhr: Filmabend

Dienstag, 01.09.2009:
Ganztägig: Posterpräsentation, Vereine und Initiativen stellen sich vor
09:00 – 12:00 Uhr: Führungen zur Gedenkstätte Ravensbrück, den nationalen Gedenkräumen und zum Gedenkort Uckermark
10:30-12 Uhr: Methodenworkshop: „Herrschaftstechnik, Erfahrungen, Repräsentation. Zum
Umgang mit Quellen zur NS-Besatzungspolitik“ (Dr. des. Regina
Mühlhäuser, Hamburger Institut für Sozialforschung)
12:00 Uhr: Mittagessen
13:30 Uhr: Gedenken
14-16:30 Uhr: Forschungsbörse / Präsentation von Vereinen und Initiativen / Büchertisch
17:00 Uhr: „Die Ravensbrück-Erinnerung in Polen“
Frau Gisela Multhaupt.Maximilan-Kolbe-Werk (Hürth) und Frau Alina Dabrowska (Polen), Überlebende des Konzentrationslagers Ravensbrück
Moderation: Dr. Insa Eschebach
19:00 Uhr: Abendessen
20:00 Uhr: Filmabend
Mittwoch, 02.09.2008: Die deutsche Besatzung Frankreichs
Vorträge
Moderation: Prof. Dr. Mechtild Gilzmer
10:00 Uhr: Die deutsche Besatzungspolitik in Frankreich: (N.N.)
10:30 Uhr: Kommentar: Prof. Dr. Paula Schwartz, Middlebury College Vermont (Zusage)
10 :45 Uhr : Diskussion
11:30 Uhr : Kaffeepause
12 :00 Uhr : Geschlechterpolitik und Alltag im besetzten Frankreich: Prof. Dr. Miranda Pollard, Associated Professor, Department of History, University of Georgia (Zusage für Kommentar, für V angefragt)
12:30 Uhr: Kommentar: Prof. Dr. Christine Bard, Directrice de la Maison des Sciences Humaines, Angers (angefragt)

12:45 Uhr: Diskussion
13:30 Uhr: Mittagessen
15:00 – 17:00 Uhr Arbeitsgruppen
AG 1: Geschlechterverhältnisse im Besatzungsalltag (Miranda Pollard)
AG 2: Rassistische Konzepte und ihre Durchsetzung/Ausgrenzung und Kollaboration
(N.N.)
AG 3: Geschlechtsspezifische Deportationspraxen (Christine Bard)
AG 4: Besatzung, Kollaboration und Widerstand in der Erinnerungskultur und gegenwärtige
Erinnerungspolitik (Paula Schwartz)
18:00 Uhr: Plenum
19:00 Uhr: Abendessen
20:00 Uhr: Filmabend
Donnerstag, 03.09.2008: Die deutsche Besatzung Italiens
Vorträge
Moderation: Johanna Kootz
10:00 Uhr: Die deutsche Besatzungspolitik in Italien: Prof. Dr. Brunello Mantelli, Professor für Zeitgeschichte, Università degli Studi di Torino (Zusage)
10:30 Uhr: Kommentar: Dr. Filippo Focardi, Università degli Studi di Padova
(angefragt)
10:45 Uhr: Diskussion
11:30 Uhr: Kaffeepause
12:00 Uhr: Geschlechterpolitik und Alltag im besetzten Italien: Prof. Dr. Anna Bravo, Historikerin, Torino (angefragt)

12:30 Uhr: Kommentar: Prof. Dr. Ersilia Alessandrone Perona, Direttore Istituto piemontese per la storia della Resistenza e della società contemporanea 'Giorgio Agosti' Torino (angefragt)
12:45 Uhr: Diskussion
13:30 Uhr: Mittagessen
15:00 – 17:00 Uhr Arbeitsgruppen
AG 1: Geschlechterverhältnisse im Besatzungsalltag (Anna Bravo)
AG 2: Rassistische Konzepte und ihre Durchsetzung/Ausgrenzung und Kollaboration (Ersilia Alessandrone Perona)
AG 3: Geschlechtsspezifische Deportationspraxen (Brunello Mantelli)
AG 4: Besatzung, Kollaboration und Widerstand in der Erinnerungskultur und gegenwärtige Erinnerungspolitik (Filippo Focardi)
18:00 Uhr: Plenum
19:00 Uhr: Abendessen
20:00 Uhr: Filmabend

5. Tag (Freitag 04.09.2009): Abschlussdiskussion
10:00-11:15 Uhr: „Transnationale Perspektiven auf Krieg, Besatzung und Geschlecht.“ Abschlussforum mit NachwuchswissenschaftlerInnen
Moderation: Dr. des Regina Mühlhäuser
11:15 – 11:45 Uhr: Kaffeepause
11:45-13:00 Uhr: Critical Friends/Auswertung/Abschlussdiskussion
Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors
PD Dr. Thomas Schaarschmidt, Zentrum für Zeithistorische Forschung
Dr. Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung
Moderation: Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte
Ravensbrück
13:00 Uhr: Mittagessen
Abreise

Mittwoch, 15. April 2009

Aufstand in Sobibor

Dienstag, 21. April, 19.00

kinokis mikrokino #161

Escape from Sobibor schildert den erfolgreichen Aufstand
jüdischer Häftlinge des Vernichtungslagers Sobibor, das von
der SS unter Geheimhaltung als eine der zentralen Todesfabriken
betrieben wurde. Nachdem 1943 eine Gruppe jüdischer
Sowjet-Soldaten eingeliefert wurde, entstand der Plan einer
gemeinsamen Flucht aller Häftlinge. Der Film hält sich streng
an die gleichnamige Romanvorlage Richard Rashkes und
zeichnet ein dichtes Bild vom „Funktionieren“ der NS-Todeslager
und der verzweifelten Situation jener Frauen und Männer,
die am 14. August 1943 einen kollektiven Aufstand wagten.

Einführung und Gespräch mit Frank Stern, Institut für Zeitgeschichte,
Universität Wien

Escape from Sobibor (GB / USA 1987), Regie: Jack Gold, Buch: Richard
Rashke, 143 Min., engl. OF


Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at

Gastprofessur Prof. Dr. András KOVACS im Sommersemester 2009

Die Sir Peter Ustinov Professur der Stadt Wien zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen wurde von dem 2003 von Sir Peter Ustinov in Wien gegründeten Sir Peter Ustinov Institut mit großzügiger Unterstützung durch die Stadt Wien gestiftet und am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien eingerichtet. 


Roma, Juden und andere Minderheiten in Osteuropa:
Historische Vorurteile aus sozialwissenschaftlicher Perspektive


Die öffentlich zugänglichen Vorlesungen finden an der Universität Wien statt


• an Montagen von 10 bis 12 Uhr im Neuen Institutsgebäude (Universitätsstraße 7), Hörsaal III


• an Freitagen von 16.15 bis 17.45 Uhr am Universitätscampus (Spitalgasse 2-4, Hof 1), Seminarraum 1 des Instituts für Zeitgeschichte.




Fr, 22. Mai: Nation, Nationalismus und die Minderheiten


Mo, 25. Mai: Nationale Stereotypen, Vorurteile und das Nationalgefühl heute: Analyse empirischer Untersuchungen


Fr, 12. Juni: Sozialwissenschaftliche Antisemitismus-Theorien


Mo, 15. Juni: Antisemitismus in den kommunistischen Systemen


Fr, 19. Juni: Judenfeindlichkeit in den osteuropäischen post- kommunistischen Gesellschaften


Mo, 22. Juni: Die Lage der Roma in den osteuropäischen Ländern vom Zweiten Weltkrieg bis heute


Fr, 26. Juni: Feindbild Roma: Romafeindliche Vorurteile und Diskriminierung in den heutigen osteuropäischen Gesellschaften. Analyse empirischer Untersuchungen


Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.ustinov.at
http://www.univie.ac.at/zeitgeschichte/

Mittwoch, 1. April 2009

Lesung und Filmpräsentation "Die Kinder von Etzelsdorf" mit anschließender Diskussion

In ihrem Film "Die Kinder von Etzelsdorf" dokumentiert die Filmemacherin Carola Mair die Situation vieler ostslawischer Zwangsarbeiterinnen und deren Kinder während der NS-Zeit im Gau Oberdonau. Spätestens nach der Niederlage in Stalingrad verlangten die Nationalsozialisten von den Ostarbeiterinnen eine Steigerung der Produktivität. Weil Schwangerschaften die Einsatzfähigkeit der Frauen einschränkten, wurden zunehmend Abtreibungen bis ins 7. Monat durchgeführt. Neugeborene wurden den Müttern weggenommen und in "fremdvölkischen Säuglingsheimen" untergebracht, in denen grauenvolle Zustände herrschten.

Sowohl im Lindenhof als auch im Schloss Etzelsdorf gab es gegen Kriegsende ein Heim für Kinder von osteuropäischen Zwangsarbeiterinnen, die von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt eingerichtet worden war. Alleine in Etzelsdorf verstarben aufgrund mangelhafter Pflege und Ernährung 13 der 80 Säuglinge und wurden namenlos am Friedhof in Pichl bei Wels begraben.

Programmablauf

- Lesung aus dem Tagebuch von Mitzi Hofinger, Küchengehilfin in Schloss Etzelsdorf gegen Kriegsende

- Filmpräsentation: 30 Min. "Die Kinder von Etzelsdorf"

- Diskussion mit der Filmemacherin Carola Mair, der Zeitzeugin Katharina Brandstetter und dem Theologen Mag. Martin Kranzl-Greinecker

Wann: 22. April 2009 um 19 Uhr
Wo: Im Besucherzentrum der KZ-Gedenstätte Mauthausen,
Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen
Anmeldung: Tel.: 01/53126/3852
E-mail: bmi-iv-7@bmi.gv.at oder
online: www.mauthausen-memorial.at

Busshuttles:
Wien (Ballhausplatz) - Mauthausen - Wien,
Abfahrt um 15.45 Uhr
Linz (Hbf.) - Mauthausen - Linz
Abfahrt um 17.45 Uhr

Mittwoch, 18. März 2009

Nationalsozialismus und Geschlecht

Donnerstag, 26. März, 19.00
Nationalsozialismus und Geschlecht
Buchpräsentation

Erstmals untersucht ein breit angelegter Sammelband disziplinenübergreifend
die Bedeutung der Kategorie „Geschlecht“ im „Dritten Reich“. Die Beiträge
bleiben nicht bei den kontrovers diskutierten Fragen nach den Rollen und
Handlungsspielräumen von Frauen im Nationalsozialismus stehen, sondern
beschreiben Verknüpfungen von Geschlechterarrangements und Geschlechterbildern
mit Machtstrukturen. Dabei werden vielfältige Verbindungen von Sexualität,
„Rasse“, medialen Inszenierungen, Kunst und Politik genauso offen gelegt, wie
der Einsatz von Geschlechterbildern im Gedenken an den Nationalsozialismus.

Elke Frietsch, Kunsthistorikerin, Universität Wien
Johanna Gehmacher, Historikerin, Universität Wien
Christina Herkommer, Soziologin, Freie Universität Berlin

Elke Frietsch, Christina Herkommer (Hg.), Nationalsozialismus und
Geschlecht. Zur Politisierung und Ästhetisierung von Körper, „Rasse“
und Sexualität im „Dritten Reich“ und nach 1945, Bielefeld: transcript
2009

Depot
Breitegasse 3
A-1070 Wien
Tel: +43 1 522 76 13
www.depot.or.at

Montag, 16. März 2009

Der Mufti und die Nazis - Zur Frühgeschichte der palästinensischen Nationalbewegung und ihrer Kollaboration mit Deutschland

Vortrag von Klaus Gensicke
Moderation: Florian Markl

Mittwoch, 18. März 2009, 20:00
Neues Institutsgebäude, Hörsaal II
Universitätsstraße 7, 1010 Wien

Das verhängnisvolle Bündnis des Jerusalemer Mufti Amin el-Husseini mit den Nationalsozialisten in den 1930er Jahren ist ein elementares Beispiel für das Scheitern einer Politik. Kompromisslosigkeit und extremer Judenhass waren stets Merkmale der Politik el-Husseinis. Der wichtigste und entscheidende Punkt war die von ihm gesuchte Kollaboration mit den Nationalsozialisten, weil er deren Vernichtungspolitik gegenüber den Juden verinnerlicht hatte. Sowohl vor als auch nach dem Krieg spielte der Mufti eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung des Antisemitismus in Palästina und ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Palästinenser nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs staatenlos blieben.

Dr. Klaus Gensicke ist Politikwissenschaftler in Berlin und beschäftigt sich seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig mit dem Nationalsozialismus und dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Er ist Autor des Standardwerks "Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten. Eine politische Biographie Amin el-Husseinis", das als Neuausgabe 2007 bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft als Band 11 der Reihe der Forschungsstelle Ludwigsburg erschienen ist.

Eine Veranstaltung von Café Critique
Unterstützt von der Studienvertretung Politikwissenschaft der Universität Wien

Mittwoch, 4. März 2009

Annäherungen an das Unfassbare

Mittwoch, 11. März, 19.00
Annäherungen an das Unfassbare
Vortrag und Diskussion

Jährlich besuchen hunderte Schulklassen die Gedenkstätte Mauthausen. Über die
Sinnhaftigkeit dieser Unternehmungen gibt es geteilte Meinungen. Denn
Gedenkstätten garantieren nicht die Einsicht in die Abläufe und Mechanismen der
Shoah. Für eine angemessene und sinnvolle Auseinandersetzung mit der Thematik
bedarf es einer abgestimmten Vermittlung, die in Mauthausen bislang fehlten.
Yariv Lapid, seit 2007 Leiter der pädagogischen Abteilung, arbeitet am Aufbau
einer pädagogischen Infrastruktur und an der Ausarbeitung umfassender
Vermittlungskonzepte.

Yariv Lapid, Historiker, Gedenkstätte Mauthausen

In Kooperation mit Gedenkdienst

Montag, 2. März 2009

KUNSTPROJEKT WÄCHTERHAUS

AM 3. MÄRZ 2009 WIRD BEI EINEM THEMENABEND IM BILDUNGSHAUS SCHLOSS RETZHOF EIN NEUES DENKMAL IN ERINNERUNG AN DAS NAHEZU VERGESSENE KZ-AUSSENLAGER IN AFLENZ AN DER SULM VORGESTELLT:
DAS KUNSTPROJEKT WÄCHTERHAUS


Das KZ-Außenlager
In den letzten Kriegsjahren wurde in Aflenz an der Sulm (Marktgemeinde Wagna) ein Außenlager des KZ Mauthausen eingerichtet. Die Arbeitskraft von 920 Häftlingen wurde in den Stollen des dortigen Römersteinbruchs ausgebeutet, 78 Menschen kamen zu Tode.


Das Kunstprojekt
Um Anstoß für einen umfassenden Erinnerungsprozess zu geben, wird eine Kunst- Installation des Wiener Künstlerpaars Helmut und Johanna Kandl realisiert. Ihr Projekt WÄCHTERHAUS macht das ehemalige Wachpostenhaus durch eine Leuchtschrift sichtbar. Im Inneren werden über einen Bildschirm Beiträge eingespielt, die das Denkmal mit dem Heute verbinden, indem sie menschenverachtende Haltungen unserer Tage thematisieren. Das Projekt WÄCHTERHAUS ging als Sieger aus einem internationalen Wettbewerb des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark hervor und wird 2009 verwirklicht.


Der Themenabend
Helmut und Johanna Kandl stellen ihre Arbeit vor und Joachim Gruber vom Bildungshaus Schloss Retzhof diskutiert mit prominenten Wissenschaftern und einem Zeitzeugen. Thema des Abends ist auch die weitere Auseinandersetzung mit der Geschichte des Römersteinbruchs und die mögliche Einrichtung einer offiziellen KZ-Gedenkstätte. 


Mit
Helmut und Johanna Kandl
KünstlerInnen
Univ.-Doz. Dr. Werner Fenz
Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark
Univ.-Doz. Dr. Bertrand Perz
Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien
Univ.-Prof. Dr. Helmut Konrad
Institut für Geschichte, Abteilung Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz
Altbürgermeister Franz Trampusch
Zeitzeuge
Moderation
Dr. Joachim Gruber


Bildungshaus Schloss Retzhof
3. März 2009, 19 Uhr
Bildungshaus Schloss Retzhof, Dorfstraße 17, A-8430 Leitring
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Montag, 9. Februar 2009

Wie redet die Kulturhauptstadt über den Nationalsozialismus?

Kulturhauptstadt des Führers


Copyright: Walter Frentz Collection, Berlin
03.02.2009


Die Linz09 Ausstellungen „Kulturhauptstadt des Führers“ und „Politische Skulptur“ tragen dazu bei, die NS-Vergangenheit der Stadt aufzuarbeiten. Das Podiumsgespräch am 10. Februar zieht eine Zwischenbilanz und bietet Raum für Diskussion.


„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, erkannte schon Wilhelm von Humboldt im 18. Jahrhundert. Demzufolge nimmt Linz seine Verpflichtung als Kulturhauptstadt Europas ernst und beleuchtet auch das dunkelste Kapitel in der Geschichte der Stadt: die Zeit des Nationalsozialismus, in der Linz eine besondere Rolle spielte.
Die weit wahrgenommenen Ausstellungen „Kulturhauptstadt des Führers“ und „Politische Skulptur“ haben einen Anfang gesetzt, zahlreiche Projekte werden folgen.
Neben ersten Erfahrungen sind auch Fragen über die bisher bekannten Positionen hinaus das zentrale Thema des Podiumsgesprächs.


Wie redet die Kulturhauptstadt über den Nationalsozialismus?
Dienstag, 10. Februar 2009, 19.00 Uhr
Schlossmuseum Linz, Schlossberg 1, 4010 Linz


Eintritt frei


Auf dem Podium:
Franz Dobusch, Bürgermeister der Stadt Linz
Martin Heller, Intendant Linz09
Dr. Birgit Kirchmayr, Kuratorin der Ausstellung „Kulturhauptstadt des Führers“
Univ.-Doz. Dr. Bertrand Perz, Stellvertretender Vorstand am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien


Um 17.30 Uhr wird eine Führung durch die Ausstellung „Kulturhauptstadt des Führers“ angeboten.


http://www.linz09.at/de/detailseite/news/aktuell/artikel/2200703.html