Freitag, 16. März 2012

„Wie relevant ist das methodische Konzept „Entwicklungsfigur?“ GSFP-Veranstaltung am 27. März #kritischepsychologie http://critpsych.blogspot.com

GESELLSCHAFT FÜR SUBJEKTWISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNG UND PRAXIS

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
mit

Christoph Vandreier

„Wie relevant ist das methodische Konzept „Entwicklungsfigur?"

Dienstag, 27. März 2012, um 19:00 Uhr
im „Familiengarten", Oranienstr. 34 (Hinterhaus), 10999 Berlin

Christoph Vandreier hat uns zu der Veranstaltung folgenden Text zukommen lassen.

Als die erste ausgearbeitete Forschungsstrategie der Subjektwissenschaft galt die im Projekt „Sub-
jektentwickung in der frühen Kindheit" (SUFKI) entstandene „Entwicklungsfigur" zu recht als Re-
ferenzrahmen für folgende Projekte. Zugleich konnte sie aber in keinem größeren Projekt wirklich
umgesetzt werden und zur Aufschlüsselung von Entwicklungsverläufen dienen. Woran das liegt
und ob sich das ändern lässt, soll Thema des Abends sein.

Im „Projekt Selbstverständigung über Drogengebrauch" (ProSD.org) hatten wir uns vorgenommen,
unsere Forschung entlang der Entwicklungsfigur zu strukturieren. Mit diesem Ziel und Anspruch
haben wir in den letzten drei Jahren zahlreiche Erfahrungen gemacht. Da jetzt erste Forschungser-
gebnisse vorliegen, kann auch methodisch ein Resümee gezogen werden.

Zunächst möchte ich diskutieren, welche Erkenntnismöglichkeiten die Forschung mit der Entwick-
lungsfigur eigentlich theoretisch bietet und inwieweit sie anderen Verfahren in bestimmten For-
schungssituationen dadurch über- oder unterlegen ist. Dabei sollen sowohl die nomothetischen Auf-
fassungen der 80er Jahre kritisiert, als auch die Kritik der 2000er mindestens spezifiziert werden.

Auf der Grundlage dieser Überlegungen sollen in einem zweiten Teil praktische Erfahrungen mit
der Entwicklungsfigur im ProSD erläutert werden. Es wird einmal darum gehen, an welchen Stellen
Schwierigkeiten auftraten und welche Punkte weiterentwickelt oder einfach auch geändert werden
mussten, aber auch darum, was geglückt ist und welche Art Erkenntnisse über Drogengebrauch
aufgrund dieser Forschung gewonnen werden konnten.

Christoph Vandreier
ist Dipl.-Psych. und hat kürzlich am Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie der FU
eine Dissertation mit dem Titel „Drogenkonsum als begründete Handlung. Eine partizipative Studie
zu den Gründen für problematischen Drogenkonsum, subjektiven Drogentheorien und ihrer Vermit-
teltheit mit den Lebensbedingungen der Betroffenen" eingereicht.
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